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Töten

In der Zeit, als Supertramp zum ersten mal ihr Breakfast in Amerika gesungen haben, hat es sich ergeben, dass ich aufhörte, Tiere zu essen.

Wenn mich jemand fragte, warum, so bekam er oder sie eine Antwort. Fragte mich ein anderer Mensch, so bekam auch er eine Antwort, manchmal die gleiche, meist jedoch eine andere.

Einige dieser Antworten habe ich hier aufgeführt. Sie sind wahllos zusammengestellt und garantiert subjektiv.

  • Ich kann nicht töten.
  • Das Fleisch kommt ja heutzutage meist schön verkleidet als Fischstäbchen, als Hamburger, oder - blutiger - als Filetstück vom Metzger. Aber wäre es nicht ehrlicher dem Lebewesen gegenüber, wenn ich es selber umrächte und ausweidete?
  • Für ein Steak müssen mehrere tausend Liter Wasser aufgebracht werden, die für die Bewässerung des Weidelandes benötigt werden. Da gönne ich mir lieber öfters ein wohliges Bad!
  • Das gleiche Land kann, wenn die Pflanze direkt für den Menschen verwendet wird, anstatt über den Umweg Tier, bis zu siebenmal mehr Menschen ernähren.
  • Für die Ernährung der Zuchttiere in den westlichen Industriestaaten werden aus Entwicklungsländern ein  Teil deren landwirtschaftlicher Produktion importiert. Dazu müssen bisweilen auch Urwälder gerodet werden. Ich kann mein Wohnzimmer demnach guten Gewissens mit Tropenholz auskleiden.
  • Die meisten Menschen auf der Erde ernähren sich fast oder ausschließlich fleischlos, teils aus religiösen Gründen, teils weil sie zu arm sind und teils wegen beidem.
  • Vegetarier leben länger (aber ob das heutzutage so gut ist, ist zweifelhaft). 
  • Ich esse gerne frische Sachen. Und frisch ist, was noch Leben in sich trägt. Fleisch ist totes Gewebe. Eine Paprikaschote besteht aus lebenden Zellen (wenn sie nicht gerade völlig lätschig ist), in ein lebendes Tier will ich nun wirklich nicht reinbeissen.
  • Der massenhafte Eierkonsum zwingt Legehennen in engen Käfigen zu einem Meisteroutput an nichtbefruchteten Nachkommen. In einem Ei, das eine Woche auf der Autobahn, im Kühlhaus und im Supermarkt verbracht hat, finden sich mehr Bakterien als auf einem durchschnittlichen Misthaufen. Doch die meisten davon sind zum Glück absolut unschädlich.
  • er Mensch ist, was er isst (die Deutschen also mehrheitlich Schweine). Nur beim Rindfleisch sind sie vorsichtiger geworden und schimpfen lieber auf die Briten. Dabei sind diese schwergewichtigen Mitteleuropäer mit ihrem Verlangen nach mehr und billigem Fleisch doch selber Schuld an der Misere.
  • "Du sollst nicht töten", steht in der Bibel. Ein hehres Ideal, doch liest man die Bibel weiter, erfährt man, dass Ideale wie Wünsche sind, die nie in Erfüllung gehen. 
  • Und noch ein Wort zur ach-so-ideologisch-einwandfreien Milch: Damit eine Kuh Milch geben kann, muss sie ab und zu geschwängert werden. Sind ihre Nachkommen weiblich, dürfen auch sie Milch geben. Sind sie männlich, werden sie meist als Kälber geschlachtet.
  • Die Landwirtschaft braucht Dünger. Den kriegt sie am natürlichsten von den Viechern, sagt sie. Stimmt, sage ich, vom Menschen. Und: Der beste Dünger kommt von Tieren, die kein Fleisch essen, sagt die Bäuerin.
  • Und zum Schluss noch die Antwort auf eine mir oft gestellte Frage: Nein, ich habe noch nie eine fast überwältigende Lust verspürt nach einem saftigen Steak, einer knusprigen Hühnerbrust oder sonstwas.


Lieber ein guter Sonntagsbraten als jeden Tag minderwertiges Schnitzel.

"Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" Dieser Spruch hat sich ja in der Zwischenzeit selbst erledigt.

"Die Milch macht's" Ja! Milchbubis! 


Tuer

[traduction en cours]


To kill

At the time when Supertramp sang their Breakfast in America for the first time, I happened to stop eating meat.

If one person asked me why, I would give him or her an answer. If another person asked, he or she would be given an answer too; sometimes the same but mostly a different one.

Some of these answers are listed here. They have been compiled at random and I guarantee their lack of objectivity.

  • I am unable to kill.
  • In these days, we experience meat in the form of a hamburger, a sausage or – more bloody so – a steak. Wouldn't it be more honest to kill and break up the animal yourself?
  • A steak requires many hundreds of gallons of water to be produced. Water for the irrigation of the grass land. Instead, I enjoy a soothing bath every now and then.
  • A piece of land can nourrish up to seven times more humans when bypassing the animal food chain and feeding the crop to us directly.
  • For our cattle, we import some of the feed from developing countries. This may be little for us but it is at times a significant amount of their harvest. In some countries, this leads to the destruction of the virgin forest. Hence, without having a bad concience, I could build my house out of tropical wood.
  • Most people on this planet live on a vegetarian diet, be it for religious reasons or simply for lack of money, or both.
  • Vegetarians live longer (but it is a doubtful advantage in these days).
  • I love to eat fresh produce. Fresh is what still bears life. Meat is dead tissue. A carrot consists of living cells (provided it hasn't spent weeks in cold supsension). And, honestly, I would be scared to bite into a living animal.
  • Mass consumtion of eggs forces the laying hens to a record production of unfertilised descendants. An egg that has spent a week on the road, in cold storage and in the supermarket harbours more bacteria than an average manure heap. Fortunatly, most of these are absolutely harmless.
  • Man is what he eats (Germans therefore must be pigs). Since the BSE crisis, beef consumption has been on the decline, and the Germans blame the British for it. These heavyweight Middle Europeans should know though that it was their desire for cheap meat that triggered this tragedy.
  • "Thou shalt not murder", you can read in the Bible. A nice ideal. But if you keep on reading further, you will learn that ideals are like wishes that are never fulfilled.
  • One word about the ever-so ideologically immaculate milk. In order to give milk, a cow needs to be covered from time to time. The female calves that arise from this, will be milked, the males will be killed.
  • Agriculture needs fertiliser. Naturally it is made by the animals, so they say. Right, I say. By humans, I say. And the best manure comes from animals who don't eat meat, says the farmer's wife.
  • And finally an answer to an often asked question: No, I have never craved a juicy steak or a crispy chicken wing or anything similar.


Better a good turkey on a Sunday than an inferior steak every day.

Where's the beef?